Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Ägäische Sprachen

Hintergrundinformation zu den Ägäischen Sprachen 

Unter „ägäischen Sprachen“ versteht man Idiome, die vor der Einwanderung der indoeuropäischen Völker im südöstlichen Mittelmeerraum gesprochen wurden. Aus Inschriften auf diversen Artefakten sind bekannt das Pelasgische, das Minoische, das Eteokretische, das Eteokyprische, das Lemnische und das Etruskische. Außerdem versteht man eine nur durch nicht-indoeuropäische Elemente rekonstruierte hellenische Sprache darunter, diese jedoch wie das Wort konstruiert schon sagt – niemals in Gebrauch war. Linguisten versuchten eine Sprache zu konstruieren die vor der Zuwanderung der Hellenen in der Ägäis-Region gesprochen wurde und damit eine Herleitung zu den alten Sprachen der Region zu bekommen, dies gelang nicht. Die hellenische Sprache unterscheidet sich so fundamental von den ägäischen Sprachen das selbst ein Konstrukt nicht half einen vernünftigen Zusammenhang herzustellen.

Die makedonischen Sprachen, so wie die thrakischen, sind ebenfalls als ägäische Sprachen einzustufen. Jedoch sind sich die Linguisten uneinig über die genaue Klassifizierung dieser beiden Sprachen. Deshalb wird die antike makedonische Sprache hilfsweise nach den Pelasgern (pelasgische Sprache) benannt, die möglicherweise mit einer anderen ägäischen Sprache identisch ist. Einige Sprachwissenschaftler meinen das die antike makedonische Sprache als eigene Sprache innerhalb der pelasgischen Sprachfamilie zu klassifizieren ist. Das gleiche gilt für die in der Antike gesprochene thrakische Sprache, auch hier ist man unschlüssig ob es eine eigene Sprache innerhalb der pelasgischen Sprachfamilie war oder mit einer anderen ägäischen Sprache identisch ist.

Viele hellenische Wortstämme, besonders Orts- und Pflanzennamen, Gebirge, Flüsse usw. enden auf -ss- oder -nth-, was sich nur durch fremde, nicht-hellenische Einflüsse erklären lässt, darin sind sich alle Forscher einig. Welche der ägäischen Sprachen nun diese Namen dem Hellenischen vermittelt hat, ist noch nicht sicher bestimmt, jedoch halten viele Linguisten einen pelasgischen Ursprung für wahrscheinlich. Mit ägäischen Sprachen ist nicht die hellenische Sprache gemeint, sondern die viel älteren nicht indoeuropäischen Sprachen im Ägäis-Raum. Bisher ist ungeklärt, ob die zugewanderten Hellenen Elemente der Ureinwohner der Ägäis-Region übernommen haben oder ob die ursprüngliche Bevölkerung hellenische Elemente übernahm. Viele Linguisten nehmen an, dass zwischen den einzelnen ägäischen Sprachen Verwandtschaftsbeziehungen bestanden. Colin Renfrew, um einen zu nennen, nimmt an, dass die „ägäischen Sprachen“ wahrscheinlich frühe Seitenzweige der indoeuropäischen Ursprache war. Kontrovers diskutiert wird unter den Sprachwissenschaftlern auch, ob dass Pelasgische eine frühe Form des Slawischen (proto-slawisch) darstellt, was ebenfalls dafür spricht das die ägäischen Sprachen einen frühen Seitenzweig der indoeuropäischen Sprachen bilden.


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