Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Aristoteles von Stageira – einer der bedeutendsten makedonischen Philosophen

Aristoteles von Stageira – einer der bedeutendsten makedonischen Philosophen und Tutor von Alexander III. von Makedonien (Alexander der Große).  

Der makedonischer Philosoph Aristoteles

Aristoteles von Stageira (Stagirus) wurde im Jahre 384 v.Chr. in der antiken makedonischen Stadt Stagirus (MK: Стагира, alt-makedonisch: Στάγιρα, lat.: Stagira) geboren. Der Vater von Aristoteles, Nicomachus (alt-makedonisch: Νικόμαχος), war der Leibarzt vom makedonischen König Amyntas II. Das Leben am makedonischen Hof hatte einen erheblichen Einfluss auf den jungen Aristoteles.

Aristoteles Vater starb als er noch ein Kind war. Seine Vormundschaft übernahm ein gewisser Proxenos (wörtlich: „der Fremde“ – heute wäre ein „Proxenos“ vergleichbar mit einem Honorarkonsul oder anderen ständigen Vertreter eines fremden Landes). Überliefert ist, dass dieser Proxenos ein freundschaftliches Verhältnis zu Arestoteles´ Vater hatte, was wohl auch die Übernahme des Vormundes nach dessen Tod erklärt. Aristoteles wurde von Proxenos im Alter von 17 Jahren nach Athen geschickt.  Zu jener Zeit war Athen ein kleiner, relativ unbedeutender Stadtstaat, der überwiegend von Hellenen bevölkert war. Viele der hellenischen Stadtstaaten waren seinerzeit den Makedonen gegenüber tributpflichtig, so auch Athen. Die Hauptstadt der Makedonen, Pella, war damals nicht nur Sitz des makedonischen Hofes, sondern war das geistige Zentrum der Welt, von wo aus sich die makedonische Weltanschauung bis in die entlegensten Regionen der damals bekannten Welt verbreitete. Das Königreich Makedonien bestand seinerzeit bereits seit über 500 Jahren und hat die gesamte Ägäis-Region jahrhundertelang dominiert.  Die Athener galten als Widersacher und hatten keine eigenen „Schulen“, sie hatten weder die Administration dazu noch verfügten sie über die nötigen Mittel. Makedonien, welches bereits jahrhundertelang ein Staat mit großer territorialer Ausdehnung war, verfügte über die nötigen Mittel und über die Administration, überall im Reich Schulen und Akademien einzurichten und auszustatten.

Die makedonische Administration errichtete in allen größeren Städten des Reiches Schulen und Akademien; so auch in den tributpflichtigen hellenischen Stadtstaaten wie Athen. Aristoteles nahm an den Vorlesungen Platons teil und hielt schließlich selbst Vorträge und Vorlesungen, anfangs überwiegend zum Thema Rhetorik.  Als Platon im Jahre 347 v.Chr. verstarb, sollte Aristoteles die Führung der Akademie in Athen übernehmen, doch die Unterschiede in seiner Lehre zu der Platons machten eine Übernahme der Akademie unmöglich. So übernahm Platons Neffe Seusippus die Führung an der Akademie in Athen.

Aristoteles verließ daraufhin Athen und zog an den Hof seines Freundes Hermeas, dem Herrscher von Atarneus und Assos in Mysea. Während seines dreijährigen Aufenthaltes am Hof, verliebte sich Aristoteles in Pythias, die Nichte seines Freundes Hermeas, und heiratete diese.  

Im Jahre 345 v.Chr. wurde Hermeas von den Persern geschlagen und Aristoteles zog auf die Insel Lesbos. Die Beobachtungen der Fauna und Flora, die Aristoteles in seinen Schriften über Biologie festhielt, wurden während seiner Zeit in Lesbos von ihm verfasst.

Im Jahr 343 v.Chr. kehrte Aristoteles zurück nach Makedonien, wo er vom makedonischen König Philipp II. zum Tutor seines Sohnes Alexander berufen wurde. Es entstand in den Folgejahren eine enge Freundschaft zwischen Aristoteles und Alexander. Lehrer und Schüler pflegten lebenslang eine intensive wissenschaftliche und freundschaftliche Beziehung. Aristoteles schuf eine neue philosophische Weltanschauung mit Makedonien im Zentrum. Mit der Expansion Makedoniens unter Alexander III. von Makedonien (Alexander der Große) breitete sich auch die makedonische Weltanschauung und Kultur weit nach Asien aus. Aristoteles unterstützte Alexander bei der Aufnahme von nicht-makedonischen Kulturelementen in seine Politik, um seine Herrschaft in den äußeren Provinzen des makedonischen Imperiums zu festigen und die örtliche Bevölkerung zufriedenzustellen.



 

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