Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

Informationen über Mazedonien

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Athens trojanisches Pferd 2.0

Athen sendet Makedonien ein Geschenk – Ein trojanisches Pferd 2.0

Karikatur Makedonien vs Griechenland

Karikatur Makedonien vs Griechenland

Im bilateralen Streit zwischen der hellenischen Republik und der Republik Makedonien hat die hellenische Regierung der Republik Makedonien die Unterzeichnung eines Memorandums vorgeschlagen. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um die neuste Version des trojanischen Pferdes 2.0. Das vermeintliche Geschenk Athens soll in Diplomatenkreisen dazu führen, dass der Druck der EU gegenüber Griechenland gemindert wird. Griechenland will sich „verhandlungsbereit“ zeigen.

Hauptstadt Makedoniens - Skopje

Hauptstadt Makedoniens – Skopje

Die EU will gerne Beitrittsverhandlungen mit der Republik Makedonien aufnehmen, jedoch geht dies erst, wenn Griechenland seine Blockadehaltung gegenüber Makedonien aufgibt. Das vorgeschlagene Memorandum wurde nur wenige Tage nach dem Besuch des EU-Erweiterungskommissars in Athen an die Adresse Skopjes versandt. Zuvor war der EU-Erweiterungskommissar mit dem makedonischen Premier Nikola Gruevski in Skopje zusammengetroffen. Wir berichteten darüber.

Museum of the Macedonian Struggle - Skopje

Museum of the Macedonian Struggle – Skopje

Außenminister Dimitris Avramopoulos schrieb in einem Brief an seinen makedonischen Amtskollegen Nikola Poposki, das ein Memorandum der Lösung des Problems und damit die Beilegung des Streits beschleunigen würde. Avramopoulos hebt in seinem Schreiben hervor, dass die hellenische Seite sehr an einer Lösung, die für beide Seiten akzeptabel ist, interessiert sei. Avramopoulos geht davon aus, dass sich, sobald die Differenzen beigelegt sind, auch die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisieren würden. Avramopoulos schreibt weiter im Brief an seinen makedonischen Amtskollegen Poposki, dass eine Beilegung des Konfliktes zur Erfüllung der Erwartungen beider Völker führen werde.

Skopje - Hauptstadt Makedoniens

Skopje – Hauptstadt Makedoniens

Die hellenische Republik schlägt darin beispielsweise vor, dass beide Seiten die heute existierenden Grenzen als unverletzlich anerkennen. Die Republik Makedonien und die hellenische Republik sollten beide offiziell erklären, die territoriale Integrität und politische Souveränität des jeweils anderen Staates zu respektieren und die Androhung oder gar Anwendung von Gewalt zur Änderung existierender Grenzen strikt abzulehnen. Der Name Makedoniens soll einen geografischen Begriff beinhalten, der eine Verwechslung mit der seit 1913 zur hellenischen Republik gehörenden Verwaltungsregion Mazedonien ausschließt.

Die hellenische Republik verlangt absurderweise, dass Makedonien seinen Namen ändert. Makedonien heißt seit ca. 796 v.Chr. Makedonien, egal ob die Römer, später Byzanz, dann die Bulgaren, zwischendurch die Serben und auch die Osmanen Makedonien besetzten, Makedonien hieß und blieb zu jeder Zeit Makedonien. Der Name und die Identität des makedonischen Volkes ist unantastbar. Der Versuch, den Namen eines Landes und seiner Nation ändern zu wollen und die Identität eines gesamten Volkes fortlaufend zu leugnen und dessen Geschichte bis zur Unkenntlichkeit zu verunglimpfen, zeigt, dass Griechenland keine Bereitschaft hat, den Disput beizulegen.

Pelasgisch-Makedonische Totenmaske aus Trebenishte 5.Jhd.v.Chr

Der Vorschlag aus Athen ist somit lediglich der Versuch, Verhandlungsbereitschaft zu zeigen und mit diesem diplomatisch geschickten Zug das Interimsabkommen vom 13.09.1995 zu unterlaufen. In dem Abkommen hatte die hellenische Republik zugesichert, Makedonien auf seinem Weg in die EU und NATO sowie andere internationale Institutionen nicht zu behindern. Wie bekannt ist, hält sich die hellenische Republik nicht an dieses Abkommen. Eine Lösung auf dieser Ebene kann und wird es nicht geben. Griechenland muss einsehen, dass es die Existenz des makedonischen Volkes nicht weiter leugnen kann. Diese Haltung Griechenlands ist irrational und hat im gemeinsamen europäischen Haus keinen Platz.

Archäologisches Museum Skopje - Republik Makedonien

Archäologisches Museum Skopje – Republik Makedonien

Athen wäre besser beraten gewesen, den Streit beizulegen, die Beziehungen zu Makedonien zu intensivieren und die wirtschaftlichen Aspekte im Vordergrund zu halten. Griechenland und Makedonien sind Handelspartner und Nachbarn. Griechenland sollte Interesse haben, die Wirtschaft in der Region anzukurbeln und nicht diese durch irrationale Blockaden zu behindern.


 

Kategorie: Panorama
  • Defne sagt:

    jetzt wo sie extrems pleite sind, sollten sie nicht rumplerren, denn sie haben nichts zu melden. an zypern haben wir gesehen, wie sie die zukunft von tausenden menschen blockieren

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