Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Basileus ist ein makedonischer Titel für Könige

Basileus ist der Titel der makedonischen Könige.

Basileus ist der älteste Titel für Könige, der auf europäischem Boden Verwendung fand. Es handelt sich um einen makedonischen Titel, der ausnahmslos den Königen vorbehalten war. Basileus stellt die Kurzform des makedonischen Titels „Vasa sila sonceva – D: Eure Kraft der Sonne“ dar. Andere Schreibweisen sind:  altmakedonisch: βασιλε (D: Basile, MK: Vasile)  altmakedonisch: βασιλιά (D: Basilia, MK: Vasilia). Basileus war die Kurzform des makedonischen Titels der Könige, welche bis in die Zeit des Byzantinischen Reiches Verwendung fand. In der Spätantike wurde dieser makedonische Titel dann auch von Griechen und Römern verwendet. Basileus ist die lateinische Übersetzung des makedonischen Titels „Vasila“- in der lateinischen Übersetzung wird das makedonische „V“ zu einem „B“  und die lateinische Endung -us- wird hinzugefügt; so ergibt sich der Name Basileus. Der Name Basileus ist bereits um 800 vor Christi als Titel der makedonischen Königsdynastie belegt. Neuste Forschungen zeigten, dass der Titel bis in die mykenische Epoche, aus der sich die makedonische Königsdynastie der Argeaden herausgebildet hat, Verwendung fand.  Erst ab etwa 320 v.Chr. wird der alte makedonische Titel dann auch von Griechen verwendet – wobei sich dort die Verwendung des Titels nicht ausschließlich auf Könige bezog.

Eine weibliche Form des Titels gab es offiziell nicht, jedoch wurde „umgangssprachlich“ der Begriff  D: Basílisa, altmakedonisch: βασίλισα verwendet.

Etymologie

Basileus ist nicht-griechischer Herkunft, darin sind sich alle Linguisten einig. Lange war den Linguisten jedoch die Wortherkunft und die genaue Bedeutung des Wortes nicht klar. Heute weiß man, dass es sich um eine Kurzform der makedonischen Betitelung für Könige handelt. Die Verwendung der Kurzform rührt wohl daher, dass es praktikabler war, die Kurzform des Titels auf Münzen und ähnlichem abzubilden.

Bereits in der mykenischen Epoche im 13 Jahrhundert v. Chr. findet sich der Titel fast unverändert auf etlichen gefundenen Tontafeln wider. Die Inschrift aus den mykenischen Palastarchiven lautet unter Einbeziehung der Linearschrift B „qasireu“ auf D: „Befehlshaber“.

 


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