Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

Informationen über Mazedonien

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Die makedonische Sprache

Die makedonische Sprache

Makedonische Dialekte

Makedonische Dialekte

Die makedonische und die bulgarische Sprache sind sehr nahe miteinander verwandt. Dies ist kein Zufall, sondern ergibt sich aus den gemeinsamen Wurzeln in der pelasgischen Sprache (proto-slawisch). Sowohl die Makedonen als auch die Bulgaren (Thraker) sind aus den Pelasgern hervorgegangen (siehe Kategorie Pelasger). Dies geschah um 800 vor Christus, als sich das erste makedonische Königreich herausgebildet hatte und damit ein makedonisches Nationalbewusstsein. Wenige hundert Jahre später bildeten sich die thrakischen Herrschaftsgebiete heraus welche jedoch kein einheitliches „thrakisches“ Nationalbewusstsein herausbildeten. Die thrakischen Gebiete waren spätestens seit Philipp II. von Makedonien fester Bestandteil des makedonischen Einflussgebietes und teil des makedonischen Königreiches. Beide Stämme sind dem pelasgischen Volk zugehörig, aus denen sich später alle weiteren slawischen Sprachen und Nationen entwickelten. Die bisherige Lehrmeinung, dass die Slawen erst im 6. Jahrhundert nach Christus durch Völkerwanderung auf den Balkan vorgedrungen wären, und deren Urheimat in der Gegend des Ural läge, gilt mittlerweile unter vielen Linguisten als widerlegt. Dennoch wird es noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, dauern die bisherige Hypothese, die im übrigen niemals wissenschaftlich begründet war, aus den Schul- und Geschichtsbüchern zu verbannen und durch die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft zu ersetzen. In der etablierten Fachwelt tobt seit Jahren ein Streit zu diesem Thema, die Kontroverse wird wohl noch etliche Jahre unter den Sprachwissenschaftlern andauern.

Einzelnachweise:

1. Dejan Pavlović – Übersetzung von Mykenischen Inschriften
2. Gregor Dankovszky – Die Griechen als Stamm- und Sprachverwandte der Slawen
2. George Hinge – Völkerwanderungen in Herodots Geschichtswerk
3. Pavel Josef Šafárik – Über die Herkunft der Slawen
4. Robert Petrič (Ljubljana – Slowenien Internationale geschichtsanalytische Tagung ) – Veneter und die neuen Erkenntnisse über die Herkunft der Slawen

Makedonische Sprache

Pelasgische Einwanderung in Europa

Pelasgische Einwanderung in Europa

Pelasgisch (ca. 7500 v.Chr.)
Linguistische Klassifikation: Ägäische Sprachen
Pelasgisches-Makedonisch (ca. 5600–2400 v.Chr.)
Seitenzweige & Dialekte:
Hethitisch, Minoisch, Eteokretisch
Minoisches-Makedonisch (ca. 2400 v.Chr.– 1850 v.Chr.)
Seitenzweige & Dialekte:
Hethitisch, Minoisch, Mykenisch, Phrygisch, Eteokretisch, Arkadisch
Mykenisches-Makedonisch (ca. 1850 v.Chr.– 900 v.Chr.)
Seitenzweige & Dialekte:
Hethitisch, Minoisch, Mykenisch, Phrygisch, Thrakisch, Eteokretisch, Arkadisch
Altmakedonisch (ca. 900 v.Chr. – 150 v.Chr.)
Seitenzweige & Dialekte:
Mykenisch, Phrygisch, Thrakisch, Etruskisch, Eteokretisch, Arkadisch
Mittelmakedonisch (ca. 150 v.Chr. – 400 n.Chr.)
Seitenzweige & Dialekte:
Phrygisch, Thrakisch, Etruskisch

Spätmakedonisch (ca. 400 n.Chr. – 1100 n.Chr.)
Seitenzweige & Dialekte:
Phrygisch, Thrakisch, Bulgarisch, Torlakisch, Serbisch, Russisch, Slowenisch, Slowakisch, Sorbisch, Polnisch, Ukrainisch, Tschechisch, Kroatisch
Neumakedonisch (ca. 1100 n.Chr. – 1500 n.Chr.)
Seitenzweige & Dialekte:
Bulgarisch, Torlakisch, Serbisch, Russisch, Slowenisch, Slowakisch, Sorbisch, Polnisch, Ukrainisch, Tschechisch, Kroatisch
Makedonisch  (ca. 1500 n. Chr. – heute) Heutige Amtssprache der Republik Makedonien und Volkssprache der Makedonen in der hellenischen Republik, Bulgarien, Süd-Serbien und Albanien. Minderheiten Sprache von Auswanderern in Australien und Übersee.

Die Makedonischen Dialekte

Südwestliche Gruppe
Ohrid-Prespa-Dialekte
Ohrid-Dialekt
Struga-Dialekt
Vevčani-Radοžda-Dialekt
Ober-Prespa-Dialekt
Nieder-Prespa-Dialekt

Debar-Gruppe
Debar-Dialekt
Reka-Dialekt
Drimkol-Golo Brdo-Dialekt
Galičnik-Dialekt
Skopska Crna Gora-Dialekt
Gora-Dialekt

Polog-Gruppe
Ober-Polog-Dialekt
Nieder-Polog-Dialekt

Zentrale westliche Dialekte
Prilep-Bitola-Dialekt
Kičevo-Poreče-Dialekt
Skopje-Veles-Dialekt * Offizielle Amtssprache der Republik Makedonien

Kostur-Korča-Gruppe
Korča-Dialekt
Kostur-Dialekt
Nestram-Kostenar-Dialekt

Östliche Gruppe
Nördliche Dialekte
Kumanovo-Dialekt
Kratovo-Dialekt
Kriva Palanka-Dialekt
Ovče Pole-Dialekt

Östliche Gruppe
Südliche Dialekte
Štip-Kočani-Dialekt
Strumica-Dialekt
Tikveš-Mariovo-Dialekt
Maleševo-Pirin-Dialekt

Südliche Gruppe
Ägäische Dialekte
Solun-Dialekt * Thessaloniki und Umgebung
Voden-Dialekt
Ser-Drama-Dialekt
Lagadin-Dialekt
Nevrokop-Dialekt

Bisher verbreitete linguistische Klassifikation der makedonischen Sprache:

Makedonisch (D: Mazedonisch)
(MK: Македонски јазик – Makedonski jazik)
Gesprochen in Republik Makedonien; Sprachminderheiten in der hellenischen Republik, Bulgarien; kleinere Sprachminderheiten in Albanien und Serbien; dazu kommen Auswanderer in Westeuropa,Übersee und in Australien
Sprecher ca. 2,4 Millionen
Linguistische
Klassifikation
  • Indoeuropäisch
    Slawisch

    Südslawisch

    Ostsüdslawisch
    Makedonisch
Offizieller Status
Amtssprache von Republik Makedonien
Sprachcodes
ISO 639-1: mk
ISO 639-2: (B) mac (T) mkd
ISO 639-3: mkd

 


 

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