Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

Informationen über Mazedonien

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Einen Verzicht auf den Staatsnamen „Republik Mazedonien“ wird es nicht geben

Mazedoniens Außenminister Nikola Dimitrov suggerierte seinem griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias Kompromissbereitschaft im Namensstreit.


Makedonien und seine drei Regionen vor 1913

Makedonien und seine drei Regionen vor 1913

Während die Medien in einigen EU Ländern, unter anderem auch die Medien in Deutschland, die Kompromissbereitschaft der neuen mazedonischen Regierung in dem sogenannten Namensstreit mit Griechenland bejubeln, braut sich in Mazedonien selbst ein gesellschaftliches und politisches Unwetter zusammen.

Viele Kritiker der neuen mazedonischen Regierung befürchteten genau dieses Szenario und sehen sich nun durch die Aussagen des neuen mazedonischen Außenministers Nikola Dimitrov bestätigt.

Prinzipiell ist eine Verhandlung betreffend der Selbst- und Staatsbezeichnung  pure Zeitverschwendung. Keiner der bei Verstand ist, würde seinen Eigennamen für eine Mitgliedschaft in einem „Club“ opfern.

Mazedonien strebt die Mitgliedschaft in der EU seit nunmehr 25 Jahren an, und zwar unter seinem verfassungsmäßigen Namen Republik Mazedonien.

Die Teilung Mazedoniens 1913

Die Teilung Mazedoniens 1913

Der Verzicht auf seinen eigenen Staatsnamen käme einem Selbstmord gleich. Es geht nicht nur um den Staatsnamen, vielmehr geht es darum, den Mazedoniern Ihre Identität abzusprechen. Schon seit der Staatsgründung wird in vielen westlichen Medien der Begriff „slawische Bevölkerung“ anstatt Mazedonier verwendet. Damit ist mehr als deutlich, dass man den Mazedoniern sogar ihre Volksbezeichnung abspricht. Man nennt sie nicht nach ihrem Namen sondern lediglich „die Bewohner, die slawische Bevölkerung“, unklar um wen es sich dabei handelt, eine Nation ist wohl nicht gemeint.

Es kommt einer Volksverhetzung gleich, wenn man sich manche Berichterstattung anschaut. In nahezu jedem Artikel wird versucht, Mazedonien und die Mazedonier in irgendeiner Weise zu diffamieren.

Griechenland ist nicht das einzige Land, welches nicht nur den Staatsnamen, sondern auch die makedonische Nation im Ganzen ablehnt. Bulgarien hat bis heute die makedonische Nation nicht anerkannt. Zwar erkennt Bulgarien den Staatsnamen an, nicht jedoch eine eigenständige makedonische Nation. Dies ist historisch begründet und politisch motiviert. Bulgarien betrachtet die Makedonen als West-Bulgaren. Tatsächlich findet sich in Mazedonien kaum jemand, der von sich selbst behauptet er sei „Bulgare“. Es gibt zwar eine kleine bulgarische Minderheit in Mazedonien, die sich jedoch deutlich abgrenzt von der makedonischen Mehrheitsbevölkerung; sowohl in Sprache, Kultur als auch in Schrift und nicht zuletzt im Nationalgefühl. Einen Makedonen, der von sich behaupten würde, er wäre Bulgare wird man nicht finden. In Bulgarien lebt ebenfalls eine makedonische Minderheit in der Region des Pirin-Gebirges. Auch diese in Bulgarien lebenden Makedonen betrachten sich selbst dem makedonischen Volk zugehörig und nicht dem bulgarischen. Das gleiche gilt für in Albanien, Serbien und in Griechenland lebende Mazedonier.

In Griechenland beispielsweise findet man keinen Griechen, der von sich behaupten würde, er sei Makedone, man nennt sich Grieche. Gleichwohl beharrt man aber darauf, dass Makedonien und das makedonische Kulturerbe griechisch wäre; was schon fast amüsant ist, wenn man sich den geschichtlichen Hintergrund vor Augen hält. Geschuldet ist diese Wahrnehmung in Griechenland vor allem den deutschen Historikern, die im Zuge der Staatsgründung Griechenlands durch Otto von Bayern 1830 nahezu alles Makedonische ins Griechische umbenannten. Wohl um die Wichtigkeit und die Bedeutung dieses neuen Staates zu kennzeichnen. Tatsächlich hat es jedoch vor 1830 weder ein kollektives griechisches Nationalgefühl gegeben noch gab es einen griechischen Staat. Nun könnte man sagen, dasselbe Schicksal hat die Mazedonier ereilt. Anders als den Griechen spricht man den Makedonen jedoch ihre Identität weitgehend ab.

Eine Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft, die einen nicht unter seinem Namen anerkennen will, käme einem kollektiven Selbstmord gleich.

Die Bedingungen sollten eher so sein, dass sich die EU deutlich zu Mazedonien und den Mazedoniern bekennt und Sie als solche in die Gemeinschaft aufnimmt. Dann würde das Bild eines liberalen Europa passen. Derzeit verhält sich die EU gegenüber Mazedonien so, wie viele arabische Staaten gegenüber Israel. Nach mazedonischem Verständnis misst man in Brüssel mit zweierlei Maaß.


 

Kategorie: Panorama
  • Јим Глиг sagt:

    Good staff, and I also agree that this is a suicide for the whole Macedonian community, thanks to their new premier Zoran Zaev.

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