Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Etymologie zur Namensgebung der ersten makedonischen Hauptstadt Aigai

Etymologie zu Aigai – der ersten makedonischen Hauptstadt

Im Internet ist die falsche Herleitung des Namens „Aigai“ aus dem Griechischen oft verbreitet. Oft wird dazu das  Wort „αίξ“, was für einen „Ziegenbock“ steht, oder aber „αιγίς“, was für „Sturm“ steht, als Herleitung zur Namensgebung der ersten Hauptstadt Makedoniens verwendet. Zudem wird das Altmakedonische oft als Altgriechisch bezeichnet oder sogar damit gleichgesetzt.  Beides ist nicht nur falsch, sondern schlicht erfunden. Bedauerlicherweise wird selbst auf Wikipedia, von einigen mit der Materie nicht vertrauten Autoren, derartiger Unsinn publiziert.

Die richtige etymologische Herleitung des Namens Aigai ist: altmakedonisch: Αιγαί / Aigai / Аигаи, D: Zuflucht/Schutz. Das Wort “gai” steht heute noch im makedonischen für “heranziehen/schützen”. Beispiel: MK.:”а и гаји /a i gaji” D.: “und auch heranziehen/beschützen”.

Makedonisch und Griechisch haben seinerzeit, wie auch heute, nichts gemeinsam und unterscheiden sich fundamental. Das Altmakedonische ist pelasgischen Ursprungs und stellt eine proto-slawische Sprache dar. Aus dem Altmakedonischen haben sich alle heute existierenden slawischen Sprachen entwickelt. Die hellenischen Mundarten, damals wie heute, bilden einen eigenen Zweig innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie und gehören zur Gruppe der Sprachen, die in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu anderen Sprachen stehen. Zudem waren die hellenischen Mundarten seinerzeit nur in wenigen küstennahen Regionen der Peloponnes verbreitet und bildeten dort kleine Sprachinseln.

Die Hellenen hatten um 800 v.Chr. keine Schriftsprache. Ab Mitte des  7.Jhd. v.Chr. begannen die Hellenen eine Schriftsprache auszubilden. Anfänglich nutzen sie dazu das makedonische Alphabet. Da dieses aber nicht vollends ihren Lauten entspricht, entstehen mit der Zeit mehrere Varianten des makedonischen Alphabetes. (Attisch, Ionisch, Korinth, Euböa etc.)

Die hellenischen Dialekte variierten so stark untereinander, dass es anfänglich mehr als 5 gängige Formen der hellenischen Schriftsprache gab. Letztlich setzte sich bei den Hellenen in den folgenden Jahrhunderten das attische Griechisch durch. Das attische Griechisch gilt als das klassische Griechisch der Antike. Aus dem attischen Griechisch entwickelte sich das Neugriechisch und ist heute die Amtssprache der hellenischen Republik und Zyperns.

Die altgriechischen Texte waren für die Makedonen nicht verständlich und umgekehrt verhielt es sich ebenso.

antikes makedonisches Alphabet von 800 vor Cristus bis 864 nach Christus

antikes makedonisches Alphabet von 800 vor Cristus bis 864 nach Christus

Das makedonische Alphabet setzte sich jedoch durch und blieb die vorherrschende Schrift in der Region. Dies sicherlich dadurch begünstigt, dass das Königreich Makedonien über Jahrhunderte hinweg die Vormachtstellung im östlichen Mittelmeerraum einnahm.

Ab dem 5.Jhd.v.Chr. war Griechisch bei der makedonischen Aristokratie in Mode gekommen. Griechische Gelehrte wurden an den makedonischen Hof geholt und unterrichteten die makedonischen Adligen in Griechisch, Philosophie, Mathematik und anderen Wissenschaften.

Erfahren Sie mehr über die Gründung des antiken Königreiches Makedonien

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