Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Grab Alexanders des Großen wurde in Amphipolis nicht entdeckt

Das Grab Alexanders des Großen wurde in Amphipolis nicht entdeckt.

Sonne von Aigai - Symbol der makedonischen Nation

Sonne von Aigai – Symbol der makedonischen Nation

Die Spekulationen zum möglichen Fund des Grabes von Alexander dem Großen von Makedonien wurde von der griechischen Archäologin Katerina Peristeri ausgelöst, die in Amphipolis auf Spuren eines gewaltigen Mausoleums gestoßen ist.

Die Nachricht über den möglich Fund des Grabes von Alexander III. von Makedonien löste allerlei Spekulationen aus. Die Nachricht verbreitete sich rasant und löste in der griechischen wie auch in der makedonischen Öffentlichkeit Begeisterung aus. Doch wenige Stunden nach der Meldung schaltete sich das griechische Ministerium für Kultur ein und veröffentlichte ein Dementi. Zwar habe man eine bedeutende Grabanlage freigelegt, doch könne man gegenwärtig nicht mehr sagen, als dass in der Ruhestätte wohl eine bedeutende Persönlichkeit bestattet sein muss.

Die Grabanlage wird datiert auf Ende des vierten Jahrhunderts vor Christus. Diese Zeitangabe lässt viel Platz für viele Spekulationen, jedoch ist mit der Datierung klar: Es kann nicht die Ruhestätte von Alexander III. von Makedonien bekannt als Alexander der Große sein.  Alexander der Große wurde nach seinem Tod von Babylon nach Alexandria gebracht wo er bestattet wurde.

In Alexandria wurde seine Grabstätte von mehreren römischen Kaisern besucht. Der letzte prominente Besucher am Grab Alexanders war im Jahr 215 n. Chr. Kaiser Caracalla. Seit 215 n.Chr fehlt vom Grab und dem Leichnam Alexanders jede Spur. Amphipolis scheidet deshalb de facto aus. Die Grabanlage stammt aus einer Zeit, in der Alexander seine Ruhestätte höchst offiziell in Alexandria hatte. Wenn man von den 500 Jahren absieht, die zwischen der Grabanlage in Amphipolis und dem Verschwinden des Leichnams von Alexander dem Großen absieht, so scheidet Amphipolis noch aus einem weiteren wichtigen Grund aus.

Amphipolis war unter hellenische Herrschaft gefallen und war ein dauernder Zankapfel zwischen Makedonen und Hellenen. Nach dem Tod Alexanders hatte Kassander 316 v.Chr. Alexander IV. Aigos von Makedonien, den minderjährigen Sohn und legitimen Thronfolger Alexander des Großen, sowie seine Mutter Roxane ( Alexanders erste Frau) nach Amphipolis verschleppt und dort unter Hausarrest gestellt. Der Hellene Kassander ließ später beide ermorden. (310/309 v. Chr.) Das makedonische Herrschergeschlecht der Argeaden endete damit nach fast 500 jähriger Herrschaft über das Königreich Makedonien.  Allein deshalb, weil Amphipolis für Makedonien eine relativ unbedeutende Stadt war, würde man sicher nicht eine Person, die für die größte Ausdehnung des makedonischen Reiches verantwortlich war, dort bestatten. Vor allem war Amphipolis bereits in der Antike eine überwiegend von Hellenen bewohnte Stadt. In der Tradition der makedonischen Herrscher war es üblich die Könige im Hinterland der Hauptstadt zu begraben. Makedoniens Hauptstadt zu dieser Zeit war Pella.

Wer nun in Amphipolis bestattet ist, werden die Ausgrabungen zeigen. Möglich, dass es sich um Kassander handelt oder um die ermordete Roxane und den Sohn und Thronfolger Alexander des Großen. Wir werden darüber berichten.  Mehr zum Thema finden Sie hier > Das Grab Alexanders des Großen

 

 


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