Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

Informationen über Mazedonien

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Griechische Makedonier oder auch griechische Makedonen – Begriffserklärung

Unter griechischen Makedoniern oder griechischen Makedonen versteht man die makedonische Minderheit in Griechenland. 

Flagge der makedonischen Nation

Flagge der makedonischen Nation

Der seit 1913 zu Griechenland gehörende Teil Makedoniens wird heute überwiegend von Griechen bevölkert. Die makedonische Minderheit (Makedonen oder auch Mazedonier genannt – andere Schreibweisen sind: Makedones, Македонци, Μακεδόνες) sind die Makedonisch sprechenden Einwohner des heute zu Griechenland gehörenden südlichen Teils Makedoniens. In Nord-Griechenland mit der Verwaltungshauptstadt Thessaloniki, leben noch etwa 150.000 ethnische Makedonier.

Inoffizielle Flagge der griechischen Verwaltungsregion Makedonien

Inoffizielle Flagge der griechischen Verwaltungsregion Makedonien – Das Symbol der makedonischen Nation wird hier auf blauem Hintergrund abgebildet und erst seit 1991 auch von Griechen verwendet.

Die griechischen Medien und auch die griechische Politik haben seit der Unabhängigkeit der Republik Makedonien versucht, für die makedonische Minderheit im Land, den Zusatz „slawische“ Mazedonier zu etablieren. Dies mit der Absicht, den Makedonen die Identität und das antike makedonische Erbe abzusprechen, welches die Griechen, entgegen den Fakten, für sich beanspruchen. Dieser Umstand belastet nach wie vor die Beziehungen der beiden Volksgruppen enorm. Tatsächlich bezeichnet sich nur die Makedonisch sprechende Bevölkerung Nord-Griechenlands als Makedonen, die Griechisch sprechende Bevölkerung bezeichnet sich selbst hingegen als Griechen.

Die Griechen sehen sich aufgrund der Hellenisierung des antiken Makedonien im 2.Jhd.v.Chr. nach der Niederlage Makedoniens gegen die Römer, als deren kulturelle Erben. Der Niedergang des makedonischen Königreiches, welches fast 800 Jahre Bestand hatte, ist die Geburtsstunde des Hellenismus. Mit dem Wegfall der makedonischen Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer, konnte sich nun, durch die den Hellenen wohlwollenden Römer begünstigt, die hellenische Kultur ausbreiten und erlebte in den darauffolgenden Jahrhunderten ihre Blütezeit. Die griechische Bevölkerung stellt heute mit 2,5 Millionen Einwohnern die Mehrheit im ägäischen Teil Makedoniens dar und entspricht etwa einem Viertel der Einwohnerzahl Griechenlands.

Die Mehrzahl der griechischen Bevölkerung der Region sind Pontos-Griechen, die ab 1913 in diese Region Makedoniens übergesiedelt sind.  Nach der Eroberung des ägäischen Teils Makedoniens durch die Griechen wanderten fast eine halbe Million Makedonen aus politischen und wirtschaftlichen Gründen aus. Einige hunderttausend Makedonen wurden vertrieben oder umgesiedelt in andere Regionen Griechenlands. Zwischen 1913-1945 wurden mehrere Tausend Makedonen von den griechischen Besatzern hingerichtet. Heute befinden sich bedeutende makedonische Gemeinden, die aus Ägäis-Makedonien stammen, in Australien, Kanada, Argentinien, Deutschland, Schweiz und den USA.

 

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