Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Kontroverse zu Homers Ilias

Homers Ilias feuert weiterhin eine heftige Kontroverse der Fachwelt an.

Homers Ilias - Manuskript

Homers Ilias – Manuskript

Es geht um nicht viel weniger als um die Authentizität von Homers Ilias. Einige Archäologen behaupten gar, Homer sei einfach nur gut im „Klau“ gewesen. Andere wiederum wollen ihn in ganz anderen Regionen festmachen, und wieder andere behaupten gar, er habe seine Ilias in Kilikien verfasst. Aber wie verhält es sich wirklich? Und wieso flammt die Kontroverse der Fachwelt immer wieder auf? Homer ist nach gängiger Auffassung der Begründer der europäischen Philosophie und Homers Heimatland ist folglich die Wiege der europäischen Zivilisationen.  So jedenfalls steht es in den Schulbüchern.

Doch warum tobt im Hintergrund ein so energischer Streit in der Fachwelt?

In einer Neuübersetzung von Homers Ilias geht der Schriftsteller Paul Schrott der etablierten Fachwelt eindeutig zu weit und es hagelt Kritik. Was ist an der Neuübersetzung so anders, was die Fachwelt so aufbringt?

Paul Schrott glaubt festgestellt zu haben, dass Homers Ilias auf anderen literarischen Quellen der Antiken Welt aufbaut. Man finde beispielsweise hethitische Mythen genauso darin wieder wie hurritische. Der Gilgamesh Epos wird von Paul Schrott ebenfalls als ausgemacht beschrieben, genauso wie viele weitere Fragmente von Erzählungen, die aus dem Assyrischen und aus phönizischen Quellen stammen. Paul Schrott geht sogar so weit, Homer in Kilikien anzusiedeln.

Mit anderen Worten: Homer soll sein Werk frei nach dem Motto „Copy & Paste“ niedergeschrieben haben. Doch Paul Schrott steht nicht alleine da mit seiner Ansicht. Einige Archäologen sind viel drastischer in Ihren Formulierungen – sie sprechen vom guten „Klau“ Homers.

Die Gemüter der Fachwelt sind erhitzt und erschüttert über die jeweils andere Ansicht zu Homer.

Homers Ilias - Buchdeckel

Homers Ilias – Buchdeckel

Die Problematik zu Homer liegt darin begründet, dass Homers Texte anfänglich nur mündlich überliefert wurden und dass die ersten Texte etwa um das Jahr 700 vor Christus niedergeschrieben wurden. Durch diese anfänglich nur mündlich überlieferten Verse ergibt sich die Problematik der Authentizität ganz automatisch, diese wurde bereits in der Antike kontrovers diskutiert. Was an Homers Versen ist von ihm was davon ist im Laufe der Jahrhunderte hinzugedichtet worden. Es gelang seit nunmehr über 2500 Jahre nicht, diese Frage abschließend zu klären. Den Weg in die Geschichts- und Lehrbücher hat Homer mit seiner Ilias dennoch gefunden. Ganz nach dem Motto, was seit 2500 Jahren gelesen wird muss irgend wann stimmen. Dagegen stemmen sich nun immer mehr Wagemutige aus der Fachwelt und verlangen ein erneutes Auseinandersetzen mit Homer und seinen Versen.

Eine zweite Problematik liegt im sogenannten „Dunklen Zeitalter“ – damit sind Jahrhunderte gemeint, in denen von den Hellenen jede Spur fehlt. Hilfsweise wird diese Zeit auch als „Dunkle Jahrhunderte“ bezeichnet. Es geht um die Jahrhunderte 1200 v.Chr. bis etwa 700 vor Christus, in denen die Hellenen im wahrsten Sinne des Wortes unauffindbar sind. Hypothesen gibt es zu diesen „Dunklen Jahrhunderten“ etliche, jedoch allesamt rein spekulativen Charakters.


 

 

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