Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Illegale Migration aus Griechenland

Griechenland schiebt seine Flüchtlinge illegal nachts über die Grenze in die Republik Makedonien ab.

Skopje - Republik Makedonien

Skopje – Republik Makedonien

Die Republik Makedonien hat vergangene Woche die EU und die Grenzschutzagentur Frontex über die Entwicklung in der Grenzreigion zum südlichen Nachbarn informiert. Griechenland schickt hunderte illegale Einwanderer nachts über die Grenze in die Republik Makedonien. Griechenland verstößt damit nicht nur gegen internationales Recht, sondern ist eine Quelle für Instabilität in der gesamten Region.

Die griechischen Behörden haben bereits Hunderte ihrer Migranten illegal über die Grenze nach Makedonien geschickt, so die makedonischen Behörden. Die Abschiebungen erfolgten hauptsächlich an zwei Orten und zumeist im Schutze der Dunkelheit.

Der südliche Nachbar Makedoniens leidet zunehmend unter seinen illegalen Flüchtlingen. Mittlerweile soll es über eine Million Flüchtlinge im griechischem Gebiet geben. Griechenland ist offenbar mit dem Zustrom an Flüchtlingen zunehmend überfordert. Die hellenische Republik reagiert darauf äußerst nervös. Der südliche Nachbar Makedoniens versucht, die Zahl der illegalen Flüchtlinge im Land dadurch zu verringern, indem er diese auf illegale Art und Weise in andere Staaten weiterleitet. Die Republik Makedonien ist aktuell von dieser Handhabe betroffen und appelliert an die zuständigen europäischen Institutionen, die hellenische Republik zu ermahnen diese Handhabe zu unterlassen.

Die Republik Makedonien ist mit einer großen Welle illegaler Einwanderer konfrontiert und zwar aus einem EU-Staat, so lies Trpe Stojanovski aus dem regionalen Zentrum für Migration und Flüchtlinge verlauten. Weiter führt er aus, dass dies die Sicherheit in der Region gefährde. Die illegalen Einwanderer aus Griechenland kommen hauptsächlich aus dem Irak und Afghanistan, seit kurzem auch aus Mauretanien, so Stojanovski.

Der Direktor des makedonischen Zentrums für Asylbewerber Strašo Aggelovski lies verlauten, dass die EU und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) die Republik Makedonien dazu drängen, sich an die internationalen Standards für den Umgang mit Flüchtlingen zu halten. Dieser Appell sollte jedoch an Makedoniens südlichen Nachbarn gerichtet werden, welcher die internationalen Abkommen ignoriert und verletzt.

Die Republik Makedonien erfüllt sehr hohe Standards in der Frage um den Umgang mit Flüchtlingen und illegalen Einwanderern. Diese hohen Standards werden nirgends sonst auf dem Balkan auch nur annähernd erfüllt.

Das griechische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten hält sich bedeckt. Auf Anfragen zu den Vorgängen in der Grenzregion zur Republik Makedonien, erhielten weder wir noch andere Medien bisher eine Antwort.

Pikant ist die Ernennung des ehemaligen griechischen Außenministers Stavros Lambrinidis zum EU Beauftragten für Menschenrechte. Man fragt sich in der Republik Makedonien, ob ein solcher Posten nicht mehr Verantwortung erfordert. Es wird von Lambridinis dringend erwartet, dass auf die Bedrohung, ausgelöst durch die illegale Abschiebung von Migranten nach Makedonien, zu reagieren. Makedonien hat der hellenischen Republik Hilfe angeboten, die Abschiebung der Migranten bei Nacht und Nebel, gehört jedoch nicht zum Hilfsangebot an Griechenland.

Geschätzt kommen 100.000 illegale Flüchtlinge Jährlich nach Griechenland. Die meisten Flüchtlinge kommen über die Türkei so griechische Behörden. Das harte Vorgehen Griechenlands gegen die Migranten wird oft damit begründet, dass Griechenland zunehmend nun auch syrischen Flüchtlingsströmen ausgesetzt ist. Zudem hätte die Illegale Einwanderung schwerwiegende Folgen im Bereich der Kriminalität so die hellenischen Behörden.

Der südliche Nachbar Makedoniens ging erst kürzlich gegen illegale Einwanderer vor. Etwa geschätzte 6.000 Menschen wurden Anfang August festgenommen. Geschätzte 1.600 Flüchtlinge stehen kurz vor der Abschiebung. Wohin diese Menschen abgeschoben werden teilte man uns nicht mit.

Bei den letzten Parlamentswahlen in der hellenischen Republik kamen die Ultra-Nationalisten der Partei “ Goldene Morgenröte“ auf sage und schreibe 7 %. Diese nationalistische Partei tritt offen für die Säuberung der hellenischen Republik ein. Mit der Säuberung sind nicht nur die illegalen Migranten gemeint, sondern auch andere nicht griechische Einwohner. Die ultra-nationalistische Partei wird verantwortlich gemacht für rassistische Übergriffe auf Ausländer, besonders die Hauptstadt Athen ist betroffen.

Die Republik Makedonien befürchtet, dass, wenn Griechenland das Problem der illegalen Migration nicht in den Griff bekommt, der Einfluss der ultra-nationalistischen Partei „Goldene Morgenröte“ größer wird und die Angriffe auch auf andere Einwanderer und die makedonische Minderheit in Nordgriechenland zunehmen könnten.

Der südliche Nachbar Makedoniens hat unterdessen den Bau von gefängnisähnlichen Asylzentren beschleunigt. Die hellenische Republik will damit offenbar verhindern, aus dem Schengenraum ausgeschlossen zu werden. Die Republik Makedonien ist besorgt über diese Entwicklung und kritisierte die gefängnisähnlichen Anlagen. Es handele sich um Flüchtlinge und nicht um Kriminelle ,so die makedonischen Behörden. Die griechischen Behörden hingegen verteidigen ihre Pläne und verweisen auf ähnliche Einrichtungen in Frankreich, Spanien oder Italien.


Kategorie: Panorama

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