Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

Informationen über Mazedonien

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Wirtschaft


Die Wirtschaft der Republik Makedonien (D:Mazedonien) 

Die Republik Makedonien hat seit der Unabhängigkeit von Jugoslawien im Jahre 1991, erhebliche Anstrengungen unternommen seine Wirtschaft grundlegend zu erneuern. Schon im Hinblick auf den EU-Beitritt unternahm Makedonien eine Reihe an Reformen, unter anderem Zollsenkungen für EU Staaten und stellt sich somit dem Wettbewerb.

Ein wesentliches Ziel der Regierung unter Ministerpräsident Gruevski ist neben der Förderung von Auslandsinvestitionen die Steigerung des Wirtschaftswachstums, unter anderem durch Steuersenkungen und zahlreiche Reformmaßnahmen und insbesondere die Bekämpfung der Korruption und den Abbau von Bürokratie. Die festen rechtsstaatlichen Strukturen erleichtern Investitionen in Makedonien.

In den vergangenen fünf Jahren lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 4 und 6 Prozent pro Jahr. Für 2012 wird ein Wachstum von 2,6 Prozent erhofft.

Die Arbeitslosenquote liegt zur Zeit zwischen 20 bis 25 Prozent. In den letzten Jahren verringerte sich die Arbeitslosenzahl immer weiter, so das man ende des Jahres 2012 eine Quote von nur noch 19% erwartet wird.

Das Durchschnittsnettogehalt eines Berufstätigen liegt bei etwa 360 Euro im Monat, das BIP pro Kopf lag 2011 bei geschätzten 3.105 Euro.

Die Inflationsrate lag im Dezember 2011 bei 2,9 Prozent; mit einem Anstieg der Inflationsrate, aufgrund der steigenden Energiepreise, wird dennoch nicht gerechnet. Die Republik Makedonien kann als klassisches Beispiel einer offenen Volkswirtschaft angesehen werden. Bei dem begrenzten Markt Makedoniens von zwei Millionen Menschen, lohnt eine eigenständige Produktion in vielen Bereichen nicht. Aufgrund der hohen Abhängigkeit Makedoniens und seiner Wirtschaft von Importgütern, die sich über das gesamte Bedarfsspektrum erstrecken, weist das Außenhandelssaldo ein Defizit auf. Hauptimportgüter sind Öl- und Gasprodukte sowie Energierohstoffe, Fahrzeuge und Maschinen jeder Art, Metalle und Elektroenergie. Hauptexportprodukte der Republik Makedonien sind Ferronickel, Ferrosilizium, Buntmetalle und Buntmetallprodukte als auch  Eisen und Stahl in verschiedenen Verarbeitungsstufen, Textilien jeder Art, Erdölprodukte und Derivate, Tabak, Reis und Wein. Die frühere Baumwollproduktion wurde zum größten teil durch Weinanbau ersetzt.

Die Importe der Republik Makedonien betrugen im Jahr 2010; 5,4 Milliarden US-Dollar, die Exporte 3,4 Milliarden US-Dollar. Das makedonische Handelsdefizit wird jedoch gemildert durch Devisen-Überweisungen von Auslands-Makedonen als auch durch Transferzahlungen im Rahmen internationaler Investition, so dass sich das Leistungsbilanzdefizit mit 311 Mio. US-Dollar im Rahmen hielt.

Deutschland ist nach der Türkei, Serbien und China einer der großen Handelspartner Makedoniens. Im Jahr 2009 betrugen die makedonischen Importe aus Deutschland 406 Millionen Euro, die Exporte aus Makedonien nach Deutschland 356 Millionen Euro. Der bilaterale Handel wird zu über 50 Prozent von Textil-Lohnarbeitfertigung in der Republik Makedonien dominiert. Import aus Deutschland von Textil-Vorprodukten; Export der Textil-Fertigprodukte aus Makedonien nach Deutschland.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Die Land- und Forstwirtschaft ist ein wesentlicher Sektor der makedonischen Wirtschaft. Als landwirtschaftliche Nutzfläche werden 1,32 Millionen Hektar (51% der Gesamtfläche Makedoniens) angesehen. Der Anteil der Landwirtschaft an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung Makedoniens lag im Jahr 2008 bei etwa 10%.

In Makedonien sind ca. 22% der Gesamtbeschäftigten in der Landwirtschaft tätig. In Makedonien leben 40 Prozent der Bevölkerung  im ländlichen Raum und betreiben Landwirtschaft, häufig zur Eigenversorgung und kleinerem Handel auf den örtlichen Märkten.

In der Republik Makedonien hat die Industrie und Bergbau seit 1991 kontinuierlich an Bedeutung für die Wirtschaft Makedoniens verloren. Dieser Sektor machte 1991 noch 38,7 Prozent der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung aus, 2008 hingegen trug dieser Sektor nur noch knapp 18% zum BIP bei.

Eisen,Stahl und Industriewaren (hauptsächlich Textilien) bildeten auch weiterhin die Hauptexportgüter mit einem Anteil von 47% an den Gesamtexporten.

Der Anteil des Dienstleistungsbereichs an der BIP-Entstehung ist in den letzten Jahren in Makedonien kontinuierlich gestiegen und lag im letzten Jahr bei 24,5 Prozent. Im Bereich touristischer Dienstleistungen baut die Republik Makedonien ihr Wachstumspotenzial kontinuierlich aus. Das Makedonische Wirtschaftsministerium arbeitet an Plänen, wie etwa;  die Entwicklung eines Tourismus mit Fokus auf die überaus reiche Kultur, die  Landschaftliche Schönheit als auch an einer Entwicklung des Städtetourismus für die Republik Makedonien. Diese sind nicht nur vorsehen, etliche Projekte sind bereits umgesetzt und zeigen Wirkung.  Durch den Bau des Internationalen Flughafens „Alexander der Große“ in Skopje, welcher nun der Größte Flughafen der Region ist und nach hochen Standards erbaut wurde, soll Skopje leicht und bequem erreichbar machen. Die Passagierzahlen sind seit der Fertigstellung deutlich gestiegen.

Der Staatshaushalt 2011 sah Gesamteinnahmen von 2,42 Milliarden Euro und Ausgaben von 2,60Milliarden Euro vor. Das Defizit Makedoniens betrug somit 180 Millionen Euro oder 2,4 Prozent des geplanten BIP für das Jahr.

Die Republik Makedonien hat ein Freihandelsabkommen mit der Türkei und der Ukraine geschlossen.

Die Republik Makedonien ist seit April 2003 das 146. Mitglied der Welthandelsorganisation „WTO“.

Die Weltbank und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) unterstützen durch Kreditvergabe die infrastrukturelle und wirtschaftliche Entwicklung Makedoniens. In den vergangenen Jahren hat die Republik Makedonien enorme infrastrukturelle Fortschritte gemacht, und setzt diese Modernisierung offensiv fort. Der Ausbau des Straßennetzes wird weiter forciert. Makedonien hat gegenwärtig die sehr gut ausgebaute Autobahnen die das Land von Nord nach Süd und von Ost nach West durchqueren.


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