Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

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Makedoniens Aufstieg zur Weltmacht

Makedoniens Aufstieg zur Weltmacht

Alexander III. von Makedonien

Alexander III. von Makedonien

Der Aufstieg Makedoniens zur Weltmacht begann mit dem Tod Philipps II. von Makedonien im Jahre 336 vor Christus. Philipp II. von Makedonien wurde ermordet und sein Sohn Alexander III. der später in die Geschichte eingehen wird als Alexander III. von Makedonien (seit dem 19. Jahrhundert wird der Titel “der Große” in vielen Ländern Westeuropas verwendet), König von Makedonien. Alexanders Vater Philipp II. von Makedonien hatte Pläne für einen Angriff auf das persische Großreich als Vergeltung für die Invasion in Makedoniens Herrschaftsgebiet (bekannt als die Perserkriege) etwa 150 Jahre davor. Der Tod Philipps II. von Makedonien machte seine Pläne gegen Persien zunichte, jedoch sah sich Alexander III. von Makedonien veranlasst seines Vaters Pläne umzusetzen.

Alexanders Feldzug

Alexanders Feldzug

Alexander der Große von Makedonien (Alexander III. von Makedonien) begann im Frühling des Jahres 334 vor Christus den makedonischen Feldzug gegen das persische Großreich, welches seinerzeit von Großkönig Dareios III. regiert wurde. Das Vorhaben Alexanders III. von Makedonien war es, die von den Persern eingenommenen Gebiete an der Westküste Kleinasiens wieder in den makedonischen Kulturkreis zurückzuholen. Alexander der Große von Makedonien erreichte dies bereits im ersten Jahr des makedonischen Feldzuges gegen die Perser. Da die kleinasiatischen Küstenstädte vielerorts neben Makedonen auch von Hellenen besiedelt waren und diese eine Gunst darin sahen sich von der Herrschaft der verhassten Perser zu befreien, gab es gegen Alexander III. von Makedonien als Befreier vom Joch der Perser vorerst kaum Widerstand, Vielerorts unterwarfen sich ihm die Hellenen sogar freiwillig. Einzig die Hellenen aus den Satrapien Kleinasiens beteiligten sich anfänglich an den Krieg Makedoniens gegen die Perser und kämpften an der Seite der Makedonen gegen die Perser. Die Perser wurden in der Schlacht am Graniko 334 vor Christus geschlagen. Man kann feststellen, dass der erste Sieg Alexanders des Großen von Makedonien über die Perser, ein Sieg der makedonischen Führung und der makedonischen Taktik war. Die Hellenen der Satrapien Kleinasiens verfolgten eigene Ziele sich vom Joch der Perser zu befreien, da wundert es nicht das ihnen der makedonische Feldzug gegen die Perser gelegen kam. Auch der makedonischen Führung kamen die Hellenen als Unterstützung des makedonischen Heeres sehr gelegen. Die Feindschaft zwischen den Hellenen und den Persern war für die Makedonen insofern relevant als das die Hellenen einen gemeinsamen Feind mit den Makedonen hatten und an deren Seite mitkämpften.

Makedonisches Imperium

Makedonisches Imperium

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Alexander der Große in den Persern etwas anderes als die Feinde der Makedonen gesehen hat. Im Zuge dessen brachte er die kleinasiatischen Küstenstädte in seine Macht und schwächte die persische Flotte empfindlich. Die Unterwerfung der Lykier,Lyder, Pamphylier, Pisidier und auch der Kilikier erfolgt zum großen teil ohne nennenswerte Gegenwehr, zu diesem Zeitpunkt war die persische Besatzung zum größten Teil bereits geflohen. Alexander der Große von Makedonien schloss die Eroberung Kleinasiens bis Ende 333 vor Christus ab. Die Lyder sahen Alexander den Großen von Makedonien als Befreier, der das Volk von der Herrschaft der Perser befreite. Daraufhin beschließt Alexander der Große, die Expansion Makedoniens fortzusetzen und eroberte den Westteil des persischen Reiches.

Alexander der Große von Makedonien - Statue in Skopje

Alexander der Große von Makedonien – Statue in Skopje

Das geschwächte persische Großreich hatte kaum etwas entgegen zu setzen so das es Alexander dem Großen von Makedonien gelang, auch Phönizien und Palästina dem makedonischen Königreich einzuverleiben. Alexander der Große marschierte nach Ägypten, was er ohne Gegenwehr einnahm. Traditionell unterhielten Ägypter und Makedonen gute und enge Beziehungen schon in der Zeit vor der makedonischen Dynastie (pelasgische Epoche – 5500 vor Christus bis 800 vor Christus) daher wundert es nicht, dass die Ägypter ihn als Befreier von persischer Fremdherrschaft ansahen und Alexander III. von Makedonien zum Gott erhoben.

In Abwesenheit Alexanders III. von Makedonien nutzten die Hellenen in Sparta die Chance sich gegen die makedonische Herrschaft zu erheben. Dieser hellenische Aufstand wird in die Geschichte eingehen als die Schlacht von Megalopolis. Zu diesem Zeitpunkt (331 vor Christus) befand sich Alexander der Große von Makedonien in Babylon, welches er ebenfalls einnahm. Trotz der Abwesenheit Alexanders III. gelang es den Hellenen nicht, sich von der makedonischen Herrschaft zu befreien. Der Aufstand wurde von den Makedonen niedergeschlagen. Im Jahre 330 vor Christus gelingt es dem makedonischen Heer, welchem auch hellenischstämmige Söldner und Rekrutierte der hellenischen Stadtstaaten hauptsächlich aus den Satrapien in Kleinasien angehörten, das persische Großreich endgültig zu vernichten. 331 vor Christus geht auch die Schlacht von Gaugamela in die Geschichte ein. Großkönig Dareios flieht, Alexander der Große von Makedonien wird zum König von Asien ausgerufen auch der persische Goldschatz wird in diesem Jahr erbeutet.

Die Hauptstadt des persischen Großreiches Persepolis wird hauptsächlich durch die hellenisch stämmigen Soldaten der Satrapien Kleinasiens als sühne für die Zerstörung der Akropolis (480 vor Christus) niedergebrannt. Alexander III. von Makedonien der Bewunderung für die persische Kultur hegt entlässt 330 vor Christus alle hellenisch stämmigen Truppen seines Heeres. Das Heer besteht fortan aus rein makedonisch stämmigen Soldaten. Der persische Großkönig Dareios wird von einem Verwandten namens Bessos ermordet. Bessos übernimmt den Königstitel des Dareios, gleichzeitig erhebt Alexander III. von Makedonien Anspruch als Rechtsnachfolger der Achaimeniden zu gelten. Alexander der Große befielt Bessos zu verfolgen zu finden und hinzurichten. Alexanders befehl wurde ausgeführt, die Satrapien Areia, Drangiane und Arachosien werden Erobert. Ostpersien wird ebenfalls unterworfen und Bessos hingerichtet. Nach der vollständigen Eroberung des persischen Großreiches im Jahre 329 vor Christus will Alexander der Große das makedonische Imperium weiter nach Osten ausdehnen und marschiert mit seinem makedonischen Heer im Jahre 326 vor Christus nach Indien. Dem makedonischen Heer gelang ein weiteres Vordringen nach Indien nicht. Zu lange hatten die Soldaten gekämpft und die Moral in dem Heer war erloschen. Alexander der Große beschließt umzukehren. Im Jahre 323 vor Christus stirbt Alexander III. von Makedonien in Babylon.

 


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