Makedonien – Vom Adlerhorst zum Weltreich

Informationen über Mazedonien

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Makedonische Bulgaren sind ethnisch keine Makedonen

Über makedonische Bulgaren und deren ethnische Zugehörigkeit.

Makedonien und seine drei Regionen vor 1913

Makedonien und seine drei Regionen vor 1913

Im allgemeinen versteht man unter makedonische Bulgaren, oft auch mazedonische Bulgaren genannt, die bulgarische Minderheit in Makedonien, die nach dem Ilinden-Aufstand der Makedonen im Jahre 1903  nach Bulgarien geflohen war. Der Ilinden-Aufstand der Makedonen löste mehrere Flüchtlingswellen der bulgarischen Minderheit in Makedonien aus. Diese Flüchtlingswellen der bulgarischstämmigen Bevölkerung Makedoniens setzten sich während der Balkankriege (1912/1913) bis zu den beiden Weltkriegen fort. Am Ende des zweiten Weltkrieges waren es insgesamt ca. 100.000 makedonische Bulgaren, die nach Bulgarien übersiedelten. 

In Bulgarien werden diese Flüchtlinge als makedonische Bulgaren bezeichnet. Damit sind ausschließlich Bulgaren gemeint und nicht die in Westbulgarien lebende makedonische Minderheit die man Makedonier oder auch Makedonen nennt. Oftmals wohl auch politisch motiviert, werden die sogenannten makedonischen Bulgaren in Bulgarien selbst mit der ethnischen Minderheit der Makedonier / Makedonen gleichgesetzt. Die Bulgaren verwenden in den letzten Jahren immer häufiger die Bezeichnung Makedonier für die makedonischen Bulgaren. Die Politik und die Medien Bulgariens unterstützen diese Strategie einer Gleichsetzung der beiden unterschiedlichen Ethnien. Offenbar soll verhindert werden, dass man unter der Bezeichnung Makedonier / Makedonen einzig die ethnischen Makedonier versteht die heute überwiegend in der Republik Makedonien leben.

Unter bulgarischen Makedoniern / Makedonen hingegen versteht man die makedonische Minderheit im westlichen Teil Bulgariens. Etwa 35% der Bevölkerung stellen dort die ethnischen Makedonier / Makedonen oft auch Mazedonier genannt. Landesweit gesehen sind etwa ein Viertel der in Bulgarien lebenden Bevölkerung ethnische Makedonier / Makedonen. Fast alle ethnischen Makedonen leben im westlichen Teil Bulgariens nahe der Grenze zur Republik Makedonien. Die Region wird allgemein von den Makedonen als Pirin-Makedonien bezeichnet. Die geographische Bezeichnung „Pirin“ kommt vom Pirin-Gebirge der Region.

Die bulgarischstämmigen Bewohner der Pirin-Region bezeichnet man nicht als Makedonier oder Makedonen. Ebenso gibt es auch keine „Landschaft“ Makedonien, wie oft zu lesen ist. „Makedonien“ ist eine Eigenbezeichnung der Makedonen und bezieht sich auf die von Makedonen bewohnten Gegenden des südlichen Balkans. Die makedonische Minderheit im westlichen Bulgarien und auch in Nord-Griechenland nennt das von ihnen bevölkerte Gebiet „Makedonien“. Die von ethnischen Makedonen / Makedoniern bewohnte Region wurde durchweg und über Jahrtausende hinweg von ihnen Makedonien genannt. Zwar änderten sich die Staatsgrenzen über die Zeit hinweg ständig, doch blieb die Eigenbezeichnung der von Makedonen bewohnten  Gegenden immer gleich: „Makedonien“, das Land der Makedonen.

Mit der Bezeichnung „geographische Region“ oder auch „Landschaft“ versucht man bewusst einen Irrtum zu erregen und Makedonien als geografische oder landschaftliche Bezeichnung, die keiner Ethnie zugrunde liegt, zu etablieren. Dahinter stehen geopolitische Interessen einzelner Staaten der Region, diese haben jedoch mit der Realität nichts gemein.

Die Bezeichnung Makedonien ist an die makedonische Ethnie geknüpft und das seit der Gründung des Königreiches Makedonien unter König Karanos von Makedonien im 8.Jhd.v.Chr. Die Makedonen gründeten den ersten Staat Europas und seine Ethnie entwickelte als erste ein eigenes Nationalgefühl, das Makedonische.


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